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Die Wehranlagen von Rechenberg
Die Rechenberger Feste wurde in der ersten Hälfte des 13.Jh. zur Steinburg  ausgebaut und beschränkte sich auf den vorderen Felskern (Ruine).  Offenbar hatte man den Landausbau größer angedacht, als es die realen  Möglichkeiten damals zuließen.   Daraus ergab sich die Verkleinerung der Burg: ein Turm  und ein  bescheidener Palais, mehr Gebäude fanden auf dem Felsen keinen Platz. Wie üblich bei allen mittelalterlichen Burgen war der Hauptturm  (12m hoch) aus Verteidigungsgründen nur über eine transportable Leiter  erreichbar. Die heute noch sichtbaren zwei, ehemals drei gemauerten Bögen  waren keine Eingänge sondern Stützbögen. Sie verliehen der ca.  18 m hoch aufragenden Turmmauer die notwendige Sicherheit.  Der ursprüngliche Zweck der Burg bestand darin, das Herrschaftsgebiet der  böhmischen Riesenburger gegenüber den wettinischen Herrschern auf der  Burg Frauenstein zu sichern, den Weg von der Riesenburg in sächsische  Gebiete zu kontrollieren, mögliche Feinde abzuwehren, Gefangene sicher  zu verwahren und der Bevölkerung Schutz zu bieten. Zu Kämpfen um die kleine Feste ist es nie gekommen.  1586 brannte die Burg in Folge von unachtsamem Umgang mit Licht ab.  Seitdem ist sie zur Ruine verfallen.  Die Burg versah über 350 Jahre ihren Dienst auf dem 30m hohen  Granitporphyrfelsen. Davon etwa 180Jahre mit dem Rittergut zusammen. 235 Jahre wachte sie noch als Ruine über dem Muldental. Seit 189 Jahre ist der Burgfelsen mit den Mauerresten so zu sehen.
Bei der Rechenberger Wehranlage "Schanze" handelt es sich um die Reste einer mittelalterlichen Wehranlagen.  Das Areal wurde 1969 zum Bodendenkmal erklärt und steht seither unter staatlichem Schutz. "Die Wehranlage entstand im Zuge der Kolonisation des Erzgebirges wahrscheinlich als dreikernige Anlage. Beim späteren Ausbau in Stein wurde das Burgareal verkleinert. Die Wehranlage der Siedlerzeit um 1200 muss man sich als großräumige Holzburg vorstellen." (Prof. Billig)
In den Mittelpunkt der Wirtschaftlichkeit des Rittergutes Rechenberg trat nun das "niedere Schloss", also das Herrenhaus.