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Floßholztransport zum Floßplatz |
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Einwurf des Floßholzes am Floßplatz |
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Dirigieren des Floßholzes mit dem Flößerhaken |
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Heimatgeschichtsverein Rechenberg-Bienenmühle e.V. |




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Wissenswertes aus der Flößereigeschichte
1438 richtete Hans Münzer auf der Mulde von der böhmischen Landesgrenze bis nach Freiberg eine Flöße „zum Nutzen der Stadt und insbesondere des Bergwerks“ ein.
1534, nachdem diese Flöße eingegangen war, ließ sie Herzog Georg der Bärtige von dem Annaberger Nickel Kohlreuter mit „großen Kosten“ wieder instand setzen. Gleichzeitig kaufte Herzog Georg seinem Rat Caspar von Schönberg auf Purschenstein ein links der Mulde gelegenes Waldstück zwischen Rechenberg und der böhmischen Grenze ab. In diesem Zusammenhang entstand der Ort Holzhau.
1537 verkaufte der Herzog die Flöße zusammen mit dem erworbenen Holzschlag an die Stadt Freiberg. Im Laufe der Zeit wurde der Anfang der Flöße von Rechenberg nach Holzhau und später bis zum Teichhaus verlegt.
1568 erkannte Sigismund Röling, der im Freiberger Rat für die Holzbeschaffung Verantwortliche und spätere Bürgermeister, dass es möglich ist, am Oberlauf der Flöha auf böhmischer Seite weitere Wälder für die Stadt zu erschließen. Daraufhin führte der Oberbergmeister Martin Planer1569 die erste Vermessung der späteren Neugrabenflöße durch, in schwierigem Gelände eine ingenieurtechnische Meisterleistung.
1623 schloss Kurfürst Johann Georg I. im Freiberger Schloss mit Böhmen einen Kaufkontrakt über 40 000 Schragen Flößholz ab. (1 Schragen entsprach ca. 5,09 m x 1,27 m x 1,70 m Holz)
1624 nahm der Kurfürst die Flöße von der Stadt wieder zurück und befahl seinem Oberhüttenverwalter Friedrich Lingke, sofort mit dem Bau des Neuen Grabens zu beginnen.
1629 im März standen am Graben 5000 Schragen Holz zur Flöße bereit. Das Holz konnte ab diesem Zeitpunkt von Fleyh (Fláje) über die Wasserscheide bei Clausnitz in die Mulde zu den Freiberger Floß- und Kohlplätzen transportiert werden.
Um 1670 ließ Kurfürst Johann Georg II. am Teichhaus u. a. auf Vorschlag des neuen Oberhüttenverwalters Gottfried Christian Lingke, dem Sohn des o. g. Friedrich Lingke, den schon vorhandenen Floßteich vergrößern. Um die oberhalb auf der linken Seite der Mulde stehenden böhmischen Hölzer für die Freiberger Schmelzhütten abflößen zu können, wurde außerdem der sogenannte Wildgraben angelegt.
1710 ordnete Kurfürst August der Starke an, dass ab sofort alle Gewerke und Lehnschaften ihre Erze nur noch an die Hütten in und um Freiberg zu liefern haben. Infolge dessen wurde unter Leitung des Oberberghauptmanns Abraham von Schönberg in Freiberg die Generalschmelz-Administration eingerichtet. Um deren Bedarf an Holzkohle zu decken, musste nun noch mehr Kohlholz nach Freiberg transportiert werden. Die Mulden- und Neugrabenflöße avancierte dabei zur wichtigsten Versorgungsader.
1873 hatte die Steinkohle das Holz bzw. die Holzkohle verdrängt. Das Finanzministerium in Dresden beschloss die Liquidation der Mulden- und Neugrabenflöße. Im Frühjahr 1874 wurde zum letzten Mal geflößt. |