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Bei der Rechenberger Wehranlage "Schanze" handelt es sich um die Reste einer mittelalterlichen Wehranlagen. Das Areal wurde 1969 zum Bodendenkmal erklärt und steht seither unter staatlichem Schutz.
"Die Wehranlage entstand im Zuge der Kolonisation des Erzgebirges wahrscheinlich als dreikernige Anlage. Beim späteren Ausbau in Stein wurde das Burgareal verkleinert. Die Wehranlage der Siedlerzeit um 1200 muss man sich als großräumige Holzburg vorstellen." (Prof. Billig)
Die Rechenberger Feste wurde in der zweiten Hälfte des 13.Jh. zur Steinburg ausgebaut und beschränkte sich auf den vorderen Felskern (Ruine). Offenbar hatte man den Landausbau größer angedacht, als es die realen Möglichkeiten damals zuließen. Daraus ergab sich die Verkleinerung der Burg: ein Turm und ein bescheidener Palais, mehr Gebäude fanden auf dem Felsen keinen Platz.
Wie üblich bei allen mittelalterlichen Burgen war der Hauptturm (12m hoch) aus Verteidigungsgründen nur über eine transportable Leiter erreichbar. Die heute noch sichtbaren zwei, ehemals drei gemauerten Bögen waren keine Eingänge sondern Stützbögen. Sie verliehen der ca. 18 m hoch aufragenden Turmmauer die notwendige Sicherheit.
Der ursprüngliche Zweck der Burg bestand darin, das Herrschaftsgebiet der böhmischen Riesenburger gegenüber den wettinischen Herrschern auf der Burg Frauenstein zu sichern, den Weg von der Riesenburg in sächsische Gebiete zu kontrollieren, mögliche Feinde abzuwehren, Gefangene sicher zu verwahren und der Bevölkerung Schutz zu bieten.
Zu Kämpfen um die kleine Feste ist es nie gekommen.
1586 brannte die Burg in Folge von unachtsamem Umgang mit Licht ab. Seitdem ist sie zur Ruine verfallen.
In den Mittelpunkt der Wirtschaftlichkeit des Rittergutes Rechenberg trat nun das "niedere Schloss", also das Herrenhaus.
Die Burg versah über 330 Jahre ihren Dienst auf dem 30m hohen Granitporphyrfelsen. Davon 186 Jahre mit dem Rittergut zusammen. 235 Jahre wachte sie noch als Ruine über dem Muldental. 187 Jahre ist der Burgfelsen mit den Mauerresten so zu sehen. |

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Prof. Billig entwirft für die ca. 150 m lange und 70 m breite Wehranlage (Schanze) |
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Kupferstich von C.G. Schulze |
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So könnte die Burg heute noch aussehen Computeranimation
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Radierung von A.Zingg um 1790 |
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Der Burghof mit Blick zu Brauerei, der Glöckelschenke und dem 2002 sanierten Burgfelsen. Der Burgfelsen ist nicht begehbar!
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Sanierte Burgruine mit heutigem Rathaus |
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Burgmodell erbaut vom ehemaligen Ortschronisten Dr. Jörg Richter mit Schülern 1974
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